Biographie

Ich begann meine künstlerische Auseinandersetzung anhand von Fotos und Fotobildern im Jahr 1998. Seither erweiterte sich das Spektrum meiner Ausdrucksmöglichkeiten kontinuierlich. Meine autodidaktische Herangehensweise ergänzte ich ab dem Jahr 2002 durch den Besuch von Seminaren bei anerkannten Kunstakademien im In- und Ausland.

Eine Aussage von Louise Bourgeois hat mich sehr angesprochen: „Jedes Material bietet gewisse Möglichkeiten, und ich will alle Möglichkeiten ausloten. Ich habe es mit einem Gefühl zu tun, dem ich Form geben will.“ (LB, Aller-Retour, S.8)

So habe ich Techniken gefunden, die es mir ermöglichen, kraftvolle, schnelle, expressive, aber auch zarte und geheimnisvolle Bilder zu gestalten. Bei anderen Techniken geht es vor allem darum, mich auf das Material und den Prozess intensiv und tiefgehend einzulassen. Bei einigen Techniken spielt die 'Beherrschung des Zufalls' eine Rolle. Wer nicht an Zufälle glaubt, kann mit Louise Bourgeois sagen: „Künstler haben Zugang zu ihrem Unbewussten und die Gabe der Sublimierung.“ (LB, Aller-Retour, S.9) 
Auf diese Weise entstanden Arbeiten in Grafit, Pastell, Acryl und Mischtechniken.

Seit Jänner 2013 beschäftige ich mich intensiv mit Holzschnitt bzw. Farbholzschnitt. Ich habe diese Technik bei Prof. Jo Bukowski im Rahmen mehrerer Seminare gelernt und in eigenständiger Arbeit weiter entwickelt. 
Ich unterscheide dabei drei Varianten: Grafik-Form-Raum 
Daraus ergeben sich dann unendlich viele Gestaltungsmöglichkeiten!

Holzschnitt ist eine sehr aufwändige arbeitsintensive Technik und verlangt verschiedene Fähigkeiten: 
- Kreativität bei der Themenfindung und Komposition
- Handwerkliches Geschick beim Schnitzen der Holzplatten
- Ausdauer, Kreativität und Entschlussfreudigkeit beim Drucken (oft in mehreren Schichten, teilweise mit nicht planbaren Ergebnissen)
- Gespür für Farben und Farbkombinationen 

Mit einer Aussage von Mark Rothko möchte ich schließen und Sie einladen, meine Bilder zu betrachten: „Ein Bild lebt durch die Gesellschaft eines sensiblen Betrachters, in dessen Bewusstsein es sich entfaltet und wächst.“ (J.Baal-Teshuva: Rothko, S.31)

Regina Aigner